Sich dem Licht öffnen

1. Mai 2026

Meine liebe Elis!
… Vieles ist farbig von einer Trostlosigkeit, an die man sich erst gewöhnen muss. Aber auch hier verzaubert die Sonne oder besser gesagt das Licht die Landschaft zu etwas Schönem …

Diese Worte schrieb mein Großvater August Kutterer am 17. Juli 1942 mitten im zweiten Weltkrieg in einem langen Feldpostbrief aus der Ukraine an seine geliebte Frau Elise, meine Großmutter. Mein Großvater war Kunstmaler und wir fanden den Brief beim Ordnen seines Nachlasses. Dafür bin ich sehr dankbar! Lehrt uns doch der Brief, dass wir in aller Trostlosigkeit selbst entscheiden können, worauf wir unser Augenmerk richten. Öffnen wir uns für das Trostlose oder den lichten Augenblick? Schauen wir auf die Bedingungen, die uns einengen, oder auf den Freiraum, der sich trotz allem auftut? In ihm können wir unsere Augen schulen für die Möglichkeiten, die es dennoch gibt. Wir können handeln und etwas verändern.
„Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich“, mahnt uns das bekannte Sprichwort.
Wir leben in belastenden Zeiten, die uns ängstigen und einschränken. Gerade jetzt ist es wichtig, nicht in Schockstarre zu verfallen, sondern den Freiraum, den lichten Augenblick zu entdecken und den Mut zum Handeln aufzubringen, auch wenn der Freiraum noch so klein ist. Das verändert alles!

Öffnen Sie sich für das Licht, das in Ihrem Leben aufleuchtet! Auch hinter Wolken gibt es die Sonne. Wolken ziehen vorüber.

Entdecken Sie den Freiraum, den es in jeder Situation gibt und nutzen Sie ihn! Vielleicht müssen Sie erst ein wenig suchen, aber seien Sie gewiss, es gibt ihn.

Haben Sie den Mut zu handeln, auch wenn Ihnen der Freiraum sehr klein erscheint! Wenn Sie handeln, stärken Sie Ihre Widerstandskraft und verändern die Situation. Neue Möglichkeiten tun sich auf.

Mehr über August Kutterer finden Sie unter www.august-kutterer.de